Frauen in Führung stehen heute vor einer neuen Realität.
Viele von ihnen führen Teams, verantworten Budgets, liefern Ergebnisse – zuverlässig, reflektiert, professionell.
Und trotzdem gibt es diesen Moment, der sich nicht ignorieren lässt.
Nicht laut.
Nicht dramatisch.
Aber klar.
Der vertraute Wirkungskontext reicht nicht mehr aus.
Wenn Erfahrung nicht weniger – sondern anders wirksam wird
Dieser Wendepunkt hat nichts mit Unzufriedenheit zu tun. Und auch nichts mit mangelnder Leistung. Im Gegenteil:
Er entsteht oft genau dann, wenn fachliche und operative Exzellenz längst etabliert ist.
Was sich verändert, ist nicht die Kompetenz, sondern der Rahmen, in dem Wirkung entsteht.
Auf der nächsten Ebene zählt nicht mehr, wie gut etwas umgesetzt wird.
Sondern:
wie Verantwortung eingeordnet wird
wie Entscheidungen vorbereitet werden
wie Perspektiven zusammengeführt werden
wie das Gesamtsystem im Blick bleibt
Führung im System vs. Verantwortung für das System
Viele Frauen in Führung sind wirksam im System.
Auf Board- und Gremienebene geht es jedoch um die Verantwortung für das System.
Das ist kein größerer Schritt – sondern ein anderer.
Ein Rollenwechsel, der selten angekündigt wird.
Und fast nie von außen eingefordert wird.
Er beginnt innen.
Warum diese Übergänge oft unsichtbar bleiben
In Gesprächen mit erfahrenen Führungspersönlichkeiten begegnet mir dieser Übergang aktuell sehr häufig. Und oft wird dieser nicht benannt.
Weil es dafür keine klassische Karrierebeschreibung gibt.
Keine Checkliste. Keinen Titel, der plötzlich vergeben wird.
Board-Readiness beginnt nicht mit einer Einladung.
Sondern mit der bewussten Entscheidung, Verantwortung neu zu denken.
Frauen in Führung und die Frage nach dem nächsten Horizont
Diese leisen Übergänge sind auch Teil einer breiteren Diskussion darüber, wie Führungskräfte heute über ihre Zukunft nachdenken.
Ein aktueller Beitrag auf Leadersnet greift genau diese Perspektive auf – mit der Frage:
„Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“
Die dort beschriebenen Antwortmuster zeigen, wie unterschiedlich erfahrene Führungspersönlichkeiten über Wirkung, Verantwortung und Rollenwechsel reflektieren – oft jenseits klassischer Karrierepfade.
Viele der dort beschriebenen Haltungen decken sich mit dem, was ich in meiner Arbeit erlebe:
Nicht alles, was relevant ist, wird laut formuliert.
Aber vieles ist strategisch klar durchdacht – lange bevor ein Mandat sichtbar wird.
Board-Readiness als innere Klarheit
Board-Readiness ist kein Status.
Und kein Titel.
Sie beschreibt die Fähigkeit,
Wirkung über die eigene Rolle hinaus zu entfalten
Verantwortung einzuordnen, statt sie nur zu tragen
Perspektiven zu verbinden, statt Positionen zu verteidigen
Diese Klarheit entsteht nicht über Nacht.
Aber sie verändert, wie Führung gedacht und gelebt wird.
Fazit
Frauen in Führung stehen heute nicht vor der Frage, ob sie bereit sind.
Sondern wo und wie sie wirksam sein wollen.
Diese Entscheidungen entstehen leise.
Aber sie haben Gewicht.
Und wenn du dich in diesen Gedanken wiedererkennst …
Wenn du spürst, dass sich dein Wirkungskontext verändert – aber der nächste Schritt noch nicht klar benannt ist – dann lohnt sich oft ein persönlicher Blick von außen.
Im Board-Ready-Call hast du Raum, deine aktuelle Situation einzuordnen und zu reflektieren, wo und wie deine Erfahrung künftig wirksam werden kann.
Der Call ist kein Verkaufsgespräch, sondern eine strukturierte, persönliche Standortbestimmung.

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