Rund um den Weltfrauentag wird viel über Zahlen gesprochen – besonders über den Anteil von Frauen in Führung, in Geschäftsführungen, Vorständen und Aufsichtsräten.
Diese Zahlen zeigen Fortschritte.
Aber sie zeigen auch, wie langsam sich Strukturen verändern.
Der Blick auf Quoten und Statistiken ist wichtig. Gleichzeitig lenkt er manchmal von einer entscheidenden Frage ab:
Wer wird überhaupt als Führungspersönlichkeit wahrgenommen – und wer erhält Zugang zu den wichtigsten Entscheidungsgremien?
Warum Frauen in Führung noch immer selten an Entscheidungstischen sitzen
Studien zeigen seit Jahren zwei Dinge:
Zum einen weisen Analysen darauf hin, dass Diversität in Führungsteams mit positiven wirtschaftlichen Effekten zusammenhängt. Unterschiedliche Perspektiven erweitern den Blick auf Risiken, Chancen und strategische Entscheidungen.
Zum anderen zeigt sich: Ohne klare Zielvorgaben oder strukturelle Veränderungen verlaufen Entwicklungen oft sehr langsam.
Gerade auf den obersten Führungsebenen bleibt weibliche Präsenz häufig die Ausnahme.
Auch in Österreich zeigt sich dieses Bild deutlich: Obwohl der Anteil von Frauen in Führungspositionen insgesamt steigt, sind sie in den obersten Entscheidungsgremien vieler Unternehmen weiterhin deutlich unterrepräsentiert.
Wer an Entscheidungstischen sitzt, prägt Entscheidungen
Führung bedeutet nicht nur Verantwortung zu übernehmen – sondern auch, an den richtigen Stellen Einfluss zu haben.
Entscheidungsgremien prägen:
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strategische Ausrichtung von Organisationen
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Prioritäten in Unternehmen
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Umgang mit Chancen und Risiken
Wenn unterschiedliche Perspektiven vertreten sind, verändern sich häufig auch die Entscheidungen.
Deshalb ist die Frage nach Frauen in Führung nicht nur eine Frage der Gleichstellung.
Sie ist auch eine Frage der Zukunftsfähigkeit von Organisationen.
Der Weg in die Führung beginnt oft früher
Vor rund einem Jahr war genau diese Diskussion für mich ein Impuls, mich noch intensiver mit dem Thema Board Readiness zu beschäftigen.
Denn die entscheidende Frage lautet nicht nur:
Wer heute führt.
Sondern auch:
Wer morgen Verantwortung in den wichtigsten Gremien übernimmt.
Karrierewege in Richtung Führung entstehen oft lange bevor eine Position offiziell ausgeschrieben wird – etwa durch:
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Zugang zu strategischen Projekten
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Sichtbarkeit in Organisationen
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Vertrauen in Entscheidungsprozessen
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Aufbau relevanter Netzwerke
Diese Faktoren entscheiden häufig darüber, wer später für Führungsrollen in Betracht gezogen wird.
Fazit
Mehr Frauen in Führung und an Entscheidungstischen verändert Perspektiven – und damit auch Entscheidungen.
Oder anders gesagt:
Wo Haltung auf Relevanz trifft, entsteht Wirkung.
Wenn Sie sich mit der Frage beschäftigen, wie Führungspersönlichkeiten strategische Sichtbarkeit aufbauen und sich auf Rollen in Entscheidungsgremien vorbereiten können, finden Sie hier weitere Impulse:
Board Readiness & Executive Positioning

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