Viele Führungspersönlichkeiten, mit denen ich arbeite, haben eines gemeinsam: Sie haben viel Erfahrung. Sie wissen, was sie können. Sie haben Verantwortung übernommen, Entscheidungen getroffen, Veränderungen gestaltet und sich über Jahre weiterentwickelt.
Und trotzdem kommen sie irgendwann an einen Punkt, an dem die bisherigen Antworten nicht mehr ausreichen.
Vielleicht steht der nächste Führungsschritt an.
Vielleicht beginnt eine neue Rolle oder die Verantwortung wird größer.
Vielleicht verändert sich das Unternehmen durch Wachstum, Transformation oder Reorganisation.
Oder es stellt sich nach vielen erfolgreichen Jahren die Frage nach der nächsten unternehmerischen Phase.
Dann geht es nicht zuerst um Sichtbarkeit.
Es geht um Fragen wie:
Wie geht es für mich weiter?
Wofür will ich künftig stehen?
Welche Position will ich einnehmen?
Und wie will ich dafür wahrgenommen werden?
Erfahrung allein beantwortet diese Fragen nicht
Mit zunehmender Erfahrung werden die Möglichkeiten meist nicht weniger, sondern mehr.
Genau das kann die Entscheidung schwieriger machen.
Man könnte verschiedene Rollen übernehmen. Unterschiedliche Wege einschlagen. Eine größere Verantwortung anstreben. Etwas Eigenes entwickeln. Im bestehenden Unternehmen eine andere Position einnehmen.
Gleichzeitig gibt es ein Umfeld, das längst ein Bild von uns hat.
Kolleg:innen, Vorgesetzte, Eigentümer:innen, Kund:innen, Geschäftspartner:innen oder andere relevante Stakeholder verbinden unseren Namen bereits mit bestimmten Kompetenzen, Erfahrungen und Eigenschaften.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:
Was kann ich?
Sondern auch:
Wofür soll mein Name künftig stehen?
Wenn sich die Rolle verändert, muss die Position mitwachsen
Besonders deutlich wird das beim Wechsel in eine neue Führungsrolle.
Wer mehr Verantwortung übernimmt, bewegt sich plötzlich in einem anderen Kontext. Neue Stakeholder kommen hinzu. Erwartungen verändern sich. Entscheidungen werden sichtbarer. Kommunikation bekommt ein anderes Gewicht.
Was in der bisherigen Rolle funktioniert hat, lässt sich nicht automatisch auf die nächste übertragen.
Ähnliches passiert in Unternehmen, die sich verändern.
Bei Transformationen, Reorganisationen, Wachstum oder einem Führungswechsel entsteht nicht nur eine neue Organisation. Auch die eigene Position innerhalb dieses Systems kann sich verändern.
Dann reicht es nicht, ausschließlich die Zukunft des Unternehmens zu gestalten.
Es braucht auch Klarheit darüber:
Welche Rolle will ich selbst darin spielen?
Positionierung beginnt deshalb nicht mit Kommunikation
In der öffentlichen Diskussion wird Positionierung häufig sehr schnell mit Sichtbarkeit verbunden: LinkedIn-Profil optimieren, Themen besetzen, mehr posten, Personal Brand aufbauen.
Das kann wichtig sein.
Aber es kommt später.
Meine Arbeit beginnt nicht mit Sichtbarkeit. Sie beginnt mit Klarheit.
Bevor ich entscheide, was ich kommuniziere, muss ich wissen, wofür ich stehen will.
Bevor ich meine Sichtbarkeit erhöhe, muss ich verstehen, welche Position ich einnehmen möchte.
Und bevor ich meine Wahrnehmung verändern kann, sollte ich wissen, wie ich heute bereits wahrgenommen werde.
Strategische Positionierung verbindet deshalb zwei Perspektiven:
die Person mit ihrer Erfahrung, ihren Stärken, Zielen und Möglichkeiten – und das Umfeld mit seinen Stakeholdern, Erwartungen, Chancen, Marktbedingungen und der bereits bestehenden Wahrnehmung.
Erst aus beidem entsteht eine Position, die nicht nur gut klingt, sondern trägt.
Positionierung wird nicht erfunden. Sie wird herausgearbeitet.
Das ist für mich einer der wichtigsten Unterschiede.
Eine glaubwürdige Position entsteht nicht dadurch, dass wir einen möglichst originellen Satz über uns formulieren.
Sie ist bereits angelegt: in unserer Erfahrung, unseren Entscheidungen, Erfolgen, Stärken, Interessen, Ambitionen – und auch darin, wofür andere uns bereits schätzen und uns Verantwortung zutrauen.
Die strategische Arbeit besteht darin, diese vielen Informationen zu ordnen, Muster zu erkennen, Möglichkeiten gegeneinander abzuwägen und daraus eine klare Position herauszuarbeiten.
Am Ende sollte die Antwort erstaunlich einfach sein:
Ich weiß, was ich will.
Ich weiß, wofür ich stehe.
Ich weiß, wie ich wahrgenommen werden möchte.
Und ich weiß, was ich als Nächstes tun muss.
Diese Frage habe ich mir auch selbst gestellt
In diesem Jahr gibt es für mich dafür einen besonderen Anlass: PERSONAL BRANDING WIEN wird 20 Jahre alt.
In diesen zwei Jahrzehnten hat sich meine Arbeit weiterentwickelt – und in den vergangenen eineinhalb Jahren noch einmal sehr deutlich.
Mit BOARD READY® habe ich mich intensiv damit beschäftigt, was erfahrene Führungspersönlichkeiten brauchen, wenn sie Verantwortung auf einer nächsten Ebene übernehmen wollen.
Executive Visibility hat die Frage stärker in den Mittelpunkt gerückt, wie Wahrnehmung, Reputation und Vertrauen bei den richtigen Menschen entstehen.
Und in der Arbeit mit meinen Kund:innen wurde für mich immer deutlicher:
Die entscheidende Frage kommt noch früher.
Bevor es um Personal Branding, Executive Visibility oder Board Readiness geht, muss klar sein, welche Position jemand überhaupt einnehmen will und wofür diese Person künftig stehen möchte.
Deshalb habe ich im Frühsommer auch mein eigenes Geschäft noch einmal sehr genau unter die Lupe genommen.
Was ist nach fast 20 Jahren der gemeinsame Kern meiner Arbeit?
Die Antwort lautet heute klarer denn je:
Strategische Positionierung.
Personal Branding, Executive Visibility und BOARD READY® sind für mich keine voneinander getrennten Welten. Sie bauen auf derselben Grundlage auf.
Auf Klarheit darüber, wo jemand steht, wo er oder sie hinwill und wofür diese Person künftig stehen möchte.
Und wie sieht es bei dir aus?
Vielleicht brauchst du keine völlig neue Positionierung.
Vielleicht hat sich deine berufliche oder unternehmerische Realität einfach schneller weiterentwickelt als das Bild, das andere von dir haben.
Dann lohnt sich eine Frage:
Du hast dich weiterentwickelt. Ist deine Position mitgewachsen?
Wenn du gerade an einem wichtigen Punkt stehst und klären möchtest, wie es für dich weitergeht, wofür du künftig stehen willst und was daraus jetzt folgen muss, ist genau das der Ausgangspunkt meines strategischen Sparrings.
→ Strategisches Sparring mit Louisa Böhringer vereinbaren
Häufige Fragen zur strategischen Positionierung
Was bedeutet strategische Positionierung für Führungspersönlichkeiten?
Strategische Positionierung klärt, wofür eine Führungspersönlichkeit steht, welche Position sie künftig einnehmen möchte und wie sie dafür von relevanten Stakeholdern wahrgenommen werden soll. Dabei werden Erfahrung, Stärken und Ziele mit dem beruflichen oder unternehmerischen Umfeld verbunden.
Wann sollte ich meine Positionierung überprüfen?
Besonders sinnvoll ist das vor einem nächsten Führungsschritt, beim Wechsel in eine neue Rolle, bei mehr Verantwortung, während einer Transformation oder Reorganisation und vor einer neuen unternehmerischen Phase.
Was ist der Unterschied zwischen Positionierung und Sichtbarkeit?
Positionierung klärt zuerst, wofür jemand stehen und wie er oder sie wahrgenommen werden möchte. Sichtbarkeit sorgt anschließend dafür, dass diese Position bei den richtigen Menschen erkennbar wird. Deshalb beginnt strategische Positionierung mit Klarheit – nicht mit Kommunikation.
Was hat Personal Branding mit strategischer Positionierung zu tun?
Personal Branding macht eine Position langfristig erkennbar und glaubwürdig. Ohne eine klare Position besteht jedoch die Gefahr, zwar sichtbar zu sein, aber nicht für das Richtige wahrgenommen zu werden.
Wie entsteht eine glaubwürdige Positionierung?
Eine glaubwürdige Positionierung wird nicht erfunden. Sie wird aus Erfahrung, Expertise, Stärken, Zielen, Ambitionen sowie dem relevanten Umfeld und der bestehenden Wahrnehmung herausgearbeitet.

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